Sofortige Juckreizlinderung

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Was ist erlaubt und was sollte vermieden werden, solange man an Windpocken erkrankt ist?


Spielgruppe, Kindergarten, Vorschule, Schule
Wenn Ihr Kind an Windpocken erkrankt ist, informieren Sie die Spielgruppe, den Kindergarten bzw. die Vorschule oder Schule davon und behalten Sie Ihr Kind zuhause, bis alle Bläschen verkrustet sind und Ihr Kind nicht mehr ansteckend ist. Dies ist normalerweise eine Woche nach dem erstmaligen Auftreten des Ausschlags der Fall.
In einigen Spielgruppen, Schulen usw. gelten eventuell andere Regeln, weil ihr Kind sich möglicherweise dort überhaupt erst angesteckt hat. Sprechen Sie sich daher immer zuerst mit dem Lehrer/Betreuer Ihres Kindes ab.

 

Spielplatz, öffentliches Schwimmbad, öffentliche Orte
Versuchen Sie möglichst, die Öffentlichkeit zu vermeiden, weil andere Personen, für die das Virus gefährlich ist, angesteckt werden könnten. Dies gilt insbesondere für Schwangere oder Personen mit geschwächtem Immunsystem. Wenn Ihr Kind sich mit Windpocken angesteckt hat, halten Sie es von Spielplätzen und anderen öffentlichen Orten fern, bis die Bläschen verkrustet und nicht mehr ansteckend sind. Dies ist normalerweise eine Woche nach dem erstmaligen Auftreten des Ausschlags der Fall.
Wenn Sie mit Ihrem Kind trotzdem in die Öffentlichkeit gehen, beispielsweise auf einen Spielplatz, informieren Sie die Anwesenden/Eltern, dass Ihr Kind Windpocken hat und noch ansteckend ist. Wenn Sie der Meinung sind, dass es in Ordnung ist, dass Ihr ansteckendes Kind sich in der Öffentlichkeit aufhält, heißt das noch lange nicht, dass alle anderen dasselbe denken.

 

Schwimmen/Sport
Windpocken sind hochgradig ansteckend. Wenn Ihr Kind an Windpocken erkrankt ist, sollte es nicht schwimmen gehen und keine Sportart betreiben, bei der es zu Körperkontakten kommt, bevor nicht alle Bläschen verkrustet sind. Dies ist normalerweise eine Woche nach dem erstmaligen Auftreten des Ausschlags der Fall. Versuchen Sie möglichst, die Öffentlichkeit zu vermeiden, weil andere Personen, für die das Virus gefährlich ist, angesteckt werden könnten. Dies gilt insbesondere für Schwangere oder Personen mit geschwächtem Immunsystem. Darüber hinaus können die Krusten beim Schwimmen erweichen, wodurch sich der Juckreiz verstärken kann oder die Krusten vorzeitig abfallen und Narben hinterlassen können.

 

Baden/Duschen
Während Ihr Kind Windpocken hat, ist gegen ein kurzes Bad oder Duschbad nichts einzuwenden. Manche Kinder empfinden ein Bad in lauwarmem oder kaltem Wasser als Juckreiz lindernd. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht heiß ist, weil dies den Juckreiz verstärken kann, und darauf, dass das Bad nicht zu lange dauert. Tupfen Sie Ihr Kind nach dem Duschen/Baden trocken, ohne zu reiben, damit die Bläschen sich nicht infizieren können oder Krusten abfallen, wodurch Narben verbleiben.

 

Flugreisen
Windpocken sind hochgradig ansteckend. Möglicherweise darf Ihr Kind kein Flugzeug betreten, bevor nicht alle Krusten abgefallen sind. Der Grund dafür ist, dass Keime von Klimaanlagen in Flugzeugen verteilt werden. Insbesondere für Schwangere oder Personen mit geschwächtem Immunsystem kann das Virus sehr gefährlich sein. Im Allgemeinen muss vor Antritt einer Flugreise ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Jede Fluggesellschaft hat ihre eigenen Vorschriften. Daher sollten Sie sich zuerst an Ihre Fluggesellschaft wenden. Informieren Sie beim Auftreten von Windpocken umgehend Ihre Reiseversicherung, um sicherzustellen, dass Versicherungsschutz besteht, falls Sie Ihren Urlaub stornieren oder verschieben müssen oder falls Sie Ihre Reise verlängern müssen, bis Ihr Kind so weit gesundet ist, dass es die Rückreise antreten kann.

 

Besuche von Krankenhäusern und Krankenstationen
Kinder mit Windpocken dürfen Verwandte oder Freunde in einem Krankenhaus oder auf einer Krankenstation ohne vorherige Erlaubnis einer solchen Institution nicht besuchen.

 

Schwangerschaft
Die meisten Frauen erkrankten in ihrer Kindheit an Windpocken und sind daher immun oder haben sich gegen Windpocken impfen lassen. Erkranken Schwangere an Windpocken, kann dies  Komplikationen sowohl für das Ungeborene als auch für die schwangere Mutter nach sich ziehen. Es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Baby am sogenannten fetalen Varizellensyndrom (FVS) erkrankt, das schwere Fehlbildungen verschiedener Körperteile zur Folge hat. Ausführliche Informationen über die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Baby am FVS erkrankt, gibt Ihnen gerne Ihre Hebamme oder Ihr Gynäkologe bzw. Ihre Gynäkologin, da verschiedene Schwangerschaftsstadien unterschiedliche Risiken bergen.
Wenn Sie schwanger sind und glauben oder wissen, dass Sie an Windpocken erkrankt sind, wenden Sie sich umgehend an Ihre Hebamme, Ihre Gynäkologin/Ihren Gynäkologen oder Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt.

Neugeborene, Babys

Eine Windpockeninfektion bewirkt normalerweise eine lebenslange Immunität gegen die Krankheit. Neugeborenes und gestillte Babys sind in den meisten Fällen vor Windpocken geschützt, wenn ihre Mutter als Kind Windpocken hatte. Während der Schwangerschaft werden Antikörper über die Plazenta an das Ungeborene weitergegeben. Weitere Antikörper werden über die Muttermilch weitergegeben, wodurch eine ausreichende Immunität gewährleistet ist. Sollte Ihr Neugeborenes oder Baby in den ersten 6 Lebensmonaten dennoch an Windpocken erkranken, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich nicht genug Antikörper bilden und es zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu einer Erkrankung kommen kann.

 

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